»Ja!« hauchte der Schneider.
Helden waren sie immer noch nicht geworden. Der Müller aber kam ganz freundlich näher, kaufte einen Anzug, ein paar Stiefel und einen Hut, bezahlte alles reichlich und pries laut die Ware. Der Ratspolizist nickte und sagte: ja, die drei seien berühmte Kaufleute aus Breslau, die kenne er schon lange. Der gutmütige Mann war leider inzwischen noch kurzsichtiger geworden.
Wie nun den dreien das Geld in der Tasche klang und der Müller ruhig von dannen ging, wurden sie wieder vergnügt, und es stand ihnen bald ein neues Glück bevor. Der Bürgermeister ging über den Markt, schimpfte, daß die Handwerker nichts Rechtes mehr leisteten und man kaum einen vernünftigen Stiefel oder Rock bekommen könne, und stieß plötzlich auf die drei, die ihm bescheiden ihre Waren anboten.
O, was machte da die Stadtobrigkeit für erstaunte und glückliche Augen!
Ja, rief der Bürgermeister, das sei noch echte Handwerkskunst. So etwas gäbe es weder zu Augsburg, zu Venedig, zu Nürnberg oder zu Lübeck, so etwas gäbe es nur in Hirschberg!
Und er kaufte Anzug, Stiefel und Hut und bezahlte die Hälfte des Preises, während er die andere schuldig blieb.
Nun zog ein Rittersmann auf edlem Roß langsam über den Markt. Die drei Handwerker erkannten mit Schrecken, daß es jener starke Reiter war, den sie einmal überfallen, der ihnen aber den Speck abgenommen und ihnen die Haut gegerbt hatte. Der Ritter kam heran und summte leise vor sich hin:
»Es ist so schön der Morgen
Im frohen Sonnenlicht,
Kein Kummer und keine Sorgen
Drücken mein Herze nicht!«
Da glaubten sich die drei schon sicher erkannt; aber der Ritter machte seinen Einkauf, bezahlte gut und ritt davon, indem er laut sagte: