»Gnädige Frau, weil halt – weil halt die beiden solche Schlingel sind.«
»Es gibt viele Schlingel auf der Welt, große und kleine,« sagte die Fee.
Der Förster kraute sich die Schleifenhaube.
»Nun werd' ich wohl gar meine Stellung verlieren,« sagte der trostlose Hüter des Waldes. Die Fee lächelte milde.
»Etwas werden Sie schon verlieren: Sie werden den Jungen zur Strafe Ihre Dohle schenken!«
»Können sie kriegen, können sie kriegen!« schrie da das Zauberweib voll Entzücken und haschte nach der Hand der guten Fee, die sich abwenden mußte, weil es wohl mit ihrer Fassung vorbei war.
»Gnädige Frau,« sagte der Förster, »wenn es erlaubt ist, möcht' ich mich aus dieser sehr fatalen Begebenheit empfehlen.«
»Gehen Sie nur, gehen Sie nur!« sagte sie und blieb immer mit dem Gesicht abgewandt.
Da machte er eine Verneigung, wobei ihm der geblümte Rock bis über die Kniekehlen emporrutschte, und dann ging er davon. Als er an den Bach kam, wollte er, wie er's gewöhnt war, hinüberspringen; aber die Feiertagszier seiner Großmutter wickelte sich um seine Beine und er plumpste dicht am Rande in die Flut. Das war für uns Kinder der glänzendste Spaß. Gleich darauf pudelte er sich ans Ufer und jagte in fliegendem Gewande und mit flatternden Haubenschleifen davon. –
Die Dohle haben wir bekommen; da sie aber tagaus, tagein nichts anderes zu erzählen wußte als: »Beatrice! Beatrice!«, wurde sie uns langweilig.