Unsere Herzen schlugen; aber es war jetzt mehr Neugierde als Angst.
Der Pilz und die Frau wandelten ganz langsam auf uns zu. Und plötzlich brach Heinrich in ein lautes Gelächter aus, und ich lachte unter Tränen mit.
Vor uns stand der Herr Förster. Er hatte sich die Kleider seiner zweiundneunzigjährigen Großmutter angezogen, und der Pilz war der riesengroße und brennend rote Regenschirm der alten Frau, der die Verwunderung der ganzen Gemeinde bildete, wenn die Alte noch einmal zur Kirche gehumpelt kam.
»Gnädige Frau – gnädige Frau –« stammelte der Förster.
Er sah greulich aus. Der weite blumige Rock war ihm viel zu kurz, so daß seine groben Stiefel zum Vorschein kamen, das altmodische Leibchen war ihm viel zu schmal, so daß man seine Weste sah, und die alte Schleifenhaube saß ihm ganz windschief auf seinem struppigen Kopf. Den roten Schirm hatte er nun zugeklappt und quetschte ihn wie ein brennendes dickes Gebund in höchster Verlegenheit unter den Arm.
Die Fee blickte halb streng und halb lächelnd auf den sonderbaren Geist und sagte:
»Schämen Sie sich denn nicht, Förster, solche Faxen zu machen? Denken Sie nicht daran, was den Kindern vor Schreck passieren kann?«
Die Pilzbäuerin raffte in tödlicher Scham an ihrem Kleid herum.