»Das muß er!« nickte der Igel, »und um mich euch gefällig zu erweisen, werde ich ihn hinrichten!«

Darauf fraß der Igel den Ameisenjüngling. Wie von ungefähr erwischte er auch noch dreißig Verwandte des Jünglings, die in dessen Nähe standen.

Darüber erschrak das Volk; der Bürgermeister aber zwinkerte ihm beruhigend zu: über so einen kleinen Fehlgriff eines großen Herrn dürfe man keinen Lärm machen.

So blieb der Igel in Ameisenfeld, bis sich das Volk allgemach um 90 Prozent vermindert hatte. Da endlich versammelte der Bürgermeister eines Nachts heimlich die wenigen Überlebenden, und sie beschlossen, gemeinsam über den mörderischen Igel herzufallen und ihn zu töten.

Mit dem Heldenmute, der den Ameisenfeldern eigen und der im ganzen Lande berühmt ist, zogen sie aus.

Sie fanden den Igel tot. Er hatte sich den Magen überfressen und war an Ameisensäurevergiftung gestorben.

Der Bürgermeister atmete auf, trat auf seine Leiche und hielt eine Rede:

»Bürger, da liegt unser Feind! Tot! Er hat unserer Macht nicht zu widerstehen vermocht. An der starken inneren Kraft der Ameisenfelder ist er zugrunde gegangen. Der Ruhm unserer Stadt ist und bleibt unsterblich!«

Das Volk trampelte mit allen sechs Beinen Beifall und winkte mit den Fühlern.