»Das Wehr! Das Wehr! Gedeon! Gedeon!«

Und plötzlich schreien und weinen dreißig Kinder.


Wir konnten es lange nicht fassen, daß Gedeon tot sein sollte. Einer von uns sagte:

»O, das läßt er sich nicht gefallen!«

Er ließ es sich aber doch gefallen, ließ sich tragen und in den weißen Sarg legen. Und hielt ganz still.

Es ging viel in diesem Sarg verloren. Verloren? O, jetzt glaube ich wohl: es wurde viel in diesem Sarg gerettet.

Verwundert, scheu, standen wir um den toten Gedeon. Er hatte ein Gesicht, wie immer, wenn er unzufrieden war. Er war unzufrieden mit sich selbst, unzufrieden, daß er sich vor uns allen und vor seiner Königin von Saba als kein besserer Schwimmer gezeigt hatte. Wir gingen die Tage behutsam, scheu, furchtsam wie Diener, wenn ein strenger Herr schläft.

Erst als der Sarg geschlossen wurde und Gedeon nicht dagegen tobte, sich nicht gegen den Deckel stemmte, sondern sich geduldig einnageln ließ, da fingen wir alle bitterlich an zu weinen.