»Ihr Hut, ihr schöner Hut!«
»Sei ruhig, ich hole ihn!« – – –
Dreißig Kinder standen am Ufer, als Gedeon in den Fluß sprang. Dreißig Kinder sahen freudig erregt zu, wie er dem Hut nachschwamm. Keines bangte um den Helden, dem alles gelang. Allen war es ein herrliches Schauspiel.
Seht, er hat den Hut, er hebt ihn triumphierend über das Wasser. Er schwimmt an den Rand, – o, es hält schwer, – die Strömung ist stark – er ist in Kleidern – aber er ist der Gedeon. –
Halt, jetzt hat er den Erlenzweig! Seht, er schleudert den Hut ans Ufer. Da liegt er auf dem Erlenbusch.
Er hat gesiegt, er hat gewonnen, wie er immer gewinnt. O, Königin von Saba, was sind deine Zirkuskünstler gegen den! In lachendem Stolz steht das ganze Volk am Ufer.
Aber jetzt – jetzt bricht der Erlenzweig, an dem sich Gedeon emporziehen will, und er – er treibt nach der Mitte des Flusses zurück –
O, laßt ihn nur, laßt ihn nur, es ist ja der Gedeon! Paßt nur auf, paßt auf, was noch Großes kommt!
Da fängt ein Mädchen plötzlich an zu weinen und sagt:
»Das Wehr! Müllers Wehr ist so nahe!«