Die Frau schüttelte leise den Kopf und bedeckte das Gesicht mit den Händen.

Mathias Berger sagte nichts. Ein Weilchen saß er ganz still da mit rotem Gesicht. Dann stand er plötzlich auf und ging hinaus.

Im öden Hofe stand er regungslos.

Einmal, als er ein junger Bursche war, hatte er ein Mädchen geliebt. Es wurde nicht sein. Ein reicher Nebenbuhler kam und riß sie in seine Arme.

Jetzt ist sie arm geworden und er reich, und der andere ist begraben. Aber wiederum wird sie nicht sein. Ein stärkerer Freier kommt – der Tod. Er steht wohl schon drüben auf den kahlen Wiesen. Bald schreitet er über die Trümmer und den Hof und führt die Anna heim in sein stilles Haus. Und die Menschen werden bei der Hochzeitsfeier läuten und singen und hinterher lachen und zechen, wie jetzt die lauten Gäste drüben in der Schenke. Der Mathias aber wird wieder mit seinem Handwagen in der Welt herumziehen und das Vergessen suchen.

»Mathias! Mathias, wo sind Sie denn?«

»Heinrich! Komm mal her, Heinrich!«

»Mathias, sind Sie krank?«

»Es ist nichts, Heinrich! Ich hab' mir bloß so mancherlei überlegt. Heinrich, wir zwei werden zusammenhalten!«

»Ja, Mathias! Ich bin so froh, daß Sie mein Vormund werden sollen.«