Als er den Buchenhof sehen konnte, blieb er tiefatmend stehen. Dann begann er heftig zu weinen. War er dort unten zu Hause? War das wirklich der Ort, nach dem er sich in seinen Heimwehstunden gesehnt hatte? Oder war er nicht in die Irre gegangen, war das nicht die Fremde?

Wenn sein Vater jetzt dort unten ginge und nur einmal hinaufnickte, das wäre schön.

Aber dort war der Kirchhof. Dort lagen Vater und Mutter. Dorthin mußte der Heinrich gehen, wenn er nach Hause kommen wollte.

Und die Tränen des Kindes flossen reichlicher.

Da erhob sich etwas vom Straßenrande, ein Stückchen den Weg hinunter, und kam rasch auf Heinrich zugelaufen. Es war Lotte Schräger.

»Guten Tag, Heinrich! Guten Tag! Ach, ist das schön, daß Du kommst! Siehst Du, ich hab' einen Strauß gemacht. Da – nimm ihn! Warum sagst Du denn nichts? Gefällt er Dir nicht? Es gibt jetzt noch keine hübscheren Blumen.«

»O ja, Lotte, er ist sehr schön. Wo kommst Du denn her?«

»Ich hab' gewußt, daß Du kommst. Und es hat Dich doch niemand abgeholt, da wollt' ich Dir ein bißchen entgegengehen.«

Er wurde verlegen.