»Ach, ich hab' bloß gesagt, daß mir die Lotte gefällt, und da is se wahrscheinlich eifersüchtig oder so was.«

Heinrich sah vor sich nieder auf den Weg.

»Damals hattest Du Lottes Strauß auf die Straße geworfen, alter Freund. Weißt Du, daß sie seit der Zeit nie mehr mit mir gesprochen hat?«

»Ja. Aber im Grunde genommen is 's ja besser so. Freundschaft könn'n wir doch mit a Schräger-Leuten nich halten. – Sieh mal a jungen Riedel! Ich globe, der will se poussier'n. A lauft alle Tage zum Schräger. Na, das wär' auch, als wenn sich der Ochse mit 'm Kanarienvogel verheiratete!«

In diesem Augenblick wandte sich Gustav Schräger um und brüllte aus vollen Lungen den Bergweg herunter:

»Sechs Dreier und einen Hund!

Einen gro…o…ßen Hund!«

Man hörte den jungen Riedelbauer lachen, während Lotte den Idioten offenbar scharf zur Ruhe wies. Da blieb er hinter ihr und ihrem Begleiter zurück, drehte sich von Zeit zu Zeit um, drohte mit der Faust nach den Buchenhofleuten oder warf Steine den Weg herab.

»A wird immer blödsinniger,« sagte Hannes. »Aber das Versel vom Barbier kann a immer noch. 's is das einzige, was a auswendig kann. Na, und sein Vater is bald nich mehr klüger wie er.«