Raschdorf sah ihn mit herbem Lächeln an.
»Wenn ich 'n Freund brauch', komm ich zu Dir. Verlaß Dich darauf, Schräger!«
Sie sahen sich einige Sekunden in die Augen.
»Adieu, Schräger!« – –
Über die Straße ging Raschdorf und über seinen Hof. Er sah und hörte nicht. Als er in den Hausflur kam, blieb er stehen, als ob er Mut fassen müsse. Von oben herab klang ein hohles Husten. Da raffte sich der Mann auf. Langsam stieg er die Treppe hinauf und öffnete eine Tür. »Wie geht Dir's, Anna?«
Die sanfte, zarte Frau, die im Bette lag, sah ihn erstaunt an und fragte furchtsam:
»Was ist Dir, Hermann?«
»Mir? – Was soll mir sein?«
Die Kranke richtete sich auf.