»Hermann, das verbitt' ich –«
»Ach, halt's Maul! Was hat's denn für 'n Zweck, wenn ich Dir die Schuld geb'? Krieg' ich mein Geld wieder? Was? Nee! Hin is hin! Aber daß Du mir zugeraten hast, daß Du mir in a Ohren gelegen hast Tag und Nacht, das steht auf ein'm andern Brette, Schräger!«
»Na, is gut, Hermann! Gut is! Ich werd' Dir ja nich mehr raten! Ich sag' ja kein Sterbenswort mehr, und wenn Du –«
»Und wenn ich gleich pleite geh'! Weiß ich, Schräger, weiß ich! Is auch ganz gut so.«
»Na, das is ja richtig! Das habe ich mir ja gerade um Dich verdient!«
Schräger trat ans Fenster und blickte hinaus auf die staubige Straße. Raschdorf erhob sich und dehnte die Arme.
»So! Nu werd' ich's meinem kranken Weibe sagen, und nachher könn'n wir ja die Klappe zumachen und fechten gehn.«
Schräger drehte sich langsam um.
»Hermann,« sagte er, und seine Stimme klang warm, »Hermann, wenn Du 'n Freund brauchst!«