»Herr Raschdorf,« sagte er freundlich, »mögen Sie einen Schnaps mit mir trinken?«

Heinrich war ganz erschrocken. Unschlüssig blickte er nach links und rechts auf die vielen Leute und sagte dann stockend: »Nein, ich – ich muß Ihnen danken, Herr Hirsel! Gute Nacht!«

Und er drückte ihm flüchtig die Hand und ging schnell hinaus.

Kopfschüttelnd setzte sich der alte, freundliche Mann. Der Bader aber sprang auf den Stuhl.

»Habt Ihr's gesehen? Das hat nu der Hirsel davon! Der Raschdorf und ein'n Schnaps mit jemand trinken! Da müßt' a keen Raschdorf sein! Das is un bleibt 'ne hochnäsige Bande!«

Und nun hatte der Bader wieder alle für sich. –

Draußen vor der Haustür traf Heinrich Lotte Schräger.

Er blieb betroffen stehen.

Auch sie sagte kein Wort.

Aber dann sahen sie sich scheu an wie zwei Menschen, die sich gekannt haben vor langer Zeit und sich wiedertreffen und nun nicht wissen, ob sie Freunde sind oder Feinde.