»Ja, weißte, wenn man Lumpenmann is wie ich und so mit einer Kurier-Hunde-Post im ganzen Lande rumfuhrwerkt, da hört man vieles. Was a richtiger Lumpenmann is, der weiß alles.«

Der Wirt sah Berger mit unruhig flackernden Augen an.

»Na, meinetwegen! A weiß schon. A hat halt Pech! Mich geht's ja nischt an, Berger. Was?«

»Nu je! O ja! Doch, doch!«

Der Lumpenmann lachte bei dieser Rede. Schräger fuhr auf.

»Mich soll's angehen? Mich? Was denn? Was denn zum Beispiel? Möcht' ich wissen. Was denn, Berger?«

Der lehnte sich gegen das Schenksims, kniff seine Äuglein ein wenig zusammen und sagte ganz ruhig: »Ich werd' Dir mal was sagen, Schräger. Siehste, es könnte einer auf den Gedanken kommen, es wär' eigentlich ganz hübsch, wenn die beiden Buchenhöfe wieder zusammenkämen. – Laß mich reden, Schräger, reg' Dich nich uff! Also, wenn alles wieder eine Herrschaft wär'! Das könnte schon einer denken. Nich? Na, aber 's wär' 'n sehr dummer Gedanke, Schräger, denn die Raschdorfs gehen da drüben nich raus!«

»Ich weiß nich, was Du hast, Berger. Ich denk' doch im Traume nich an so was. Der Raschdorf is mein Freund.«

»Is Dein Freund, Schräger. Das ist hübsch von Dir! Und weil Du nu Deinen Freund mit den Aktien so in die Tinte geritten hast –«

»Berger, das laß ich mir nich gefallen!«