Er stand auf und wandte sich ab. Da war sie plötzlich hinter ihm, umschlang seinen Hals und küßte heiß seine Wange.

»Heinrich, weißte denn gar nichts – gar nichts von der Liese?«

»Wie? Was? Was soll ich von der Liese wissen?«

»Daß sie Dir – daß sie Dir so unendlich gut is, Heinrich!«

Er fuhr herum. »Mir? Die Liese? Mir gut? Lene!«

»Und der Mathias hat immer drauf gehofft.«

Er sah sie erstaunt an. Eine grelle, wehe Erkenntnis kam ihm. »O Lene, das – das hätt' ich nicht gedacht!«

Schwer setzte er sich wieder auf den Stuhl.

Sie legte den Arm auf seine Schulter.

»Du mußt nicht denken, Heinrich, daß der Mathias alles bloß deswegen gemacht hat. Das wär' schlecht, so was von ihm zu denken. Aber ich weiß, daß a drauf gehofft hat. Und nu – Heinrich, es hat mir das Herz umgedreht, wie a heute rumgegangen is, so weiß im Gesichte, und a wollt' nichts zeigen, und a wollt' immer mit der Liese lustig sein – das war zum Erbarmen –«