»Großmutter, Sie sind zwar 'ne stachelige Distel, aber wenn's Ihn'n recht is, wart' ich a bissel mit hier.«

»Nö! Ich brauch' niemanden. Ich schnapp' bloß a bissel Luft. Gehn Sie nur rein und löschen Sie Ihren Durst! Hier sein Sie a sehr überflüssiges Möbel! Gehn Sie rein!«

»Denke ja nich dran! Ich bin neugierig, auf wen Sie warten. Woll'n Sie etwa gar wieder heiraten und warten auf a Schatz?«

»Altes Schandmaul! Wissen Sie was? Jetzt geh' ich rein. Sie verderben mir die Luft, Sie windige Seifenblase!«

»Nu, so 'ne alte Säge! Hör'n Sie mal, Großmutter, ich will Ihn'n noch was sagen. Im Dorfe wird riesig gered't über a jungen Raschdorf und die Lotte –«

»Mögen sie reden! Der Schlimmste is jetzt nich dabei. 's böseste Maul is jetzt nich im Dorfe.«

»Hör'n Sie mal, Großmutter, warten Sie doch noch 'n Schlag! Es tut mir leid um die Lotte, denn der Raschdorf bringt sie bloß ins Gerede, na, und a is doch so gutt wie verheirat't mit der Liese.«

»Mit wem?«

»Nu, mit der Berger Liese. Na, Stenzeln, wissen Sie das nich?«