»Na, also sag' ich's halt gerade raus: Der Schräger hat sich gestern im offnen Lokale gerühmt, daß der Heinrich um seine Lotte geht.«
Berger schrak doch ein wenig zusammen.
»Gerühmt? Wieso gerühmt? Das würd' doch der Schräger gar nich zugeben!«
»Zugeben? Na, täusch' Dich nich, Mathias! Wenn der Schräger Geld spürt, da is a zu allem fähig. Und a hat's ja öffentlich gesagt. A hat gesagt, dem Lumpenmannmädel würd' a den Goldfisch schon noch wegschnappen.«
Berger verlor die Fassung.
»Barbier – das – das – meine Tochter will den Heinrich gar nich – verstehst Du – mag ihn gar nich – sag' das den Leuten! Und jetzt geh' Deiner Wege! Wie kommst Du überhaupt dazu, Deinen Freund bei mir zu verraten? Ich will nischt mehr wissen – nischt!«
Er bog in einen Seitenweg ein, und der Barbier sah ihm nach.
»Der hat sein'n Hieb weg,« dachte er, »der wird jetzt schnell zulangen. Wär' der Geier, wenn wir den Raschdorf nich wegkriegten. Der könnte mir gerade passen im Kretscham. Und dann – die fünfzig Taler vom Riedel-Bauer!«
Die Straße entlang zogen singende, junge Männer. Sie waren in der Stadt zur Aushebung gewesen. Das ist ein Wendepunkt in dem Leben dieser Leute. Zum Militär kommen oder nicht, das bedeutet viel.