»Warum lachst Du mich denn aus? Weil ich der arme Schafferjunge bin, und Du die Raschdorf Lene? Deswegen?«

Da wurde sie ernster.

»Na, deswegen grade nich! Aber daß Du Dir einbild'st, Du bist mir gutt, das is lustig. Da muß ich schon lachen. Mir is niemand gutt. Das weiß ich! Und Du zuallerletzt, denn Dich hab' ich am allermeisten geärgert.«

»Aber ich bin Dir gutt, Lene! Das muß ich doch besser wissen als Du. Immer schon! Schon, wie wir noch in die Schule gingen –«

»Weil Du keine andere kennst! Wenn Du in der Stadt sein wirst, da wirst Du schon eine andere finden.« Sie lachte wieder laut auf; dann fuhr sie fort: »Du bist doch a komischer Kerl, Hannes! Also wirklich, heiraten willste mich? Von was denn leben? Du hast nischt, ich hab' nischt! Und Du weißt wohl gar nich, daß ich beim Heinrich bleiben muß?«

Er blieb stehen.

»Lene, wenn ich a reicher Pauersohn wär', tät'st Du mich da mögen?«

»O ja! Kann sein! Da hätten wir was zu leben! Denn das muß sein, Hannes! Von nischt is nischt. Sieh mal, das is nich anders. Praktisch muß man schon sein, und wir zwei so als Knechtsleute auf 'm Buchenhofe, das tät mir nich passen.«

»Na, da – da warte, bis Dich a Reicher nimmt!«