In der großen Wohnstube des Buchenhofes brannte die Petroleumlampe. Heinrich saß, wie fast immer an den Abenden, über einem Lehrbuch, und Lene nähte. Sonst war niemand da.

Da trat Mathias Berger ein. Lene erhob sich:

»Ich bring' Dir gleich das Essen, Mathias.«

»Laß, Lene, laß! Ich will nich essen.«

Sie sah ihn betroffen an.

»Was ist mit Dir, Mathias? Bist Du krank? Du bist ja kreideweiß im Gesichte.«

»Nein, ich bin nicht krank! Aber es – es ist was passiert, und ich muß mit Euch reden, mit Euch beiden.«

Die Geschwister schauten ihn fragend an. Mathias Berger setzte sich. Er sah sie an mit seinen guten, treuen Augen, weh und schmerzlich. – So würgte er hervor:

»Denkt amal: Meine – meine Liese geht ins Kloster!«