»Es ist mir etwas eingefallen, Lotte: Wo zwei Heimatlose sich treffen, die sich lieb haben, da wird eine Heimat.«

Sie sah ihn an voll Vertrauen und Glauben und nickte mit dem Kopfe.

Sie gingen ein Stückchen weiter. Das Mädchen kämpfte mit einem Gedanken, der endlich hervorbrach:

»Eines muß ich wissen, Heinrich: Was macht Ihr meinem Vater zum Vorwurf? Das mußt Du mir sagen!«

»Lotte, liebe Lotte, quälen wir uns doch jetzt in unserer ersten guten Stunde nicht mit den alten Geschichten.«

Sie senkte den Kopf.

»Doch, Heinrich, es ist nötig! Darüber müssen wir klar sein. Da darf nichts zwischen uns liegen! Dieses unausgesprochene Mißtrauen zwischen den beiden Höfen, das war ja das Schlimme. Das darf zwischen uns beiden nicht sein!«

»Es wird nicht sein, Lotte!«

»Aber wir müssen uns aussprechen!«