»Lotte, es fällt mir schwer – gerade schon heut –«
»Ja, schon heut! Wenn es herunter ist vom Herzen, dann werden wir erst ganz glücklich sein. Was sagt die Lene?«
»Sie sagt – unser – unser Vater hat sich erschossen, weil ihm Dein Vater das Geld gekündigt hat.«
Lotte nickte.
»Ja, ich weiß! Der Vater hat mir's erzählt. Er ist bei Euch drüben gewesen und hat gut mit Deinem Vater reden wollen; aber der ist vergrämt gewesen und hat ihm sogar das »Du« gekündigt, und da – da hat mein Vater das Geld verlangt. Daß aber alles so kommen würde, hat er aber nicht geahnt. Und, Heinrich, daß das gekommen ist wie ein unvorhergesehenes Unglück, deshalb trinkt ja der Vater, das hat ihn ja zugrunde gerichtet.«
Sie weinte.
»Lotte, liebe Lotte! Du hast auch schon bittere Dinge erlebt.«
»O, Heinrich! Und ich hab' keine Seele gehabt, zu der ich mich aussprechen konnte. Niemand! Ich hab' alles für mich tragen müssen. Und der einzige, den ich lieb hatte, warst Du – und – und –«
»Liebes, liebes Mädel!«