»Ja,« sagte er, »ja, meinethalben! Prosit!«
Und er trank.
Heinrich wurden die Augen heiß, und Lotte fing leise an zu weinen. So steckte er ihr den goldenen Ring an den Finger und sie ihm den seinen. Der alte Hirsel stand auf und sprach ein paar Glückwunschworte. Und dann war es wieder still. –
Da klopfte es ans Fenster.
»Und einen Hund, einen gro…o…oßen Hund!«
Der Bruder! Den ganzen Nachmittag war er schon wieder abwesend und nicht aufzufinden gewesen. Jetzt stand er draußen am Fenster und blökte die Zunge herein. Schimpfend erhob sich Schräger und ging hinaus. Nach kurzer Zeit kam er wieder und sagte, der Junge sei verschwunden. Vielleicht sei er nun schlafen gegangen. Man solle ihn sein lassen.
Draußen aber an der Gartenmauer des Buchenhofes kauerte Gustav Schräger. Er war unten im Dorfe gewesen in Polers Gasthaus, der Barbier hatte ihm viel Bier zu trinken gegeben, und alle hatten über den Idioten gelacht, bis ihn ein vernünftiger Bauer nach Hause jagte.
Jetzt kauerte der Bursche in halbem Dusel an der Gartenmauer. Manchmal sah er nach den erleuchteten Fenstern der Wirtsstube, ballte die Fäuste, knirschte mit den Zähnen oder blökte die Zunge heraus.
Dann suchte er in seinen Hosentaschen nach und brachte eine Schachtel Streichhölzer heraus. Ein böses Grinsen ging über das verblödete Gesicht, und die Fäuste ballten sich wieder.