»Ich möchte gerne a Fingerringel für die Raschdorf-Lene« sagte Hannes, »weil die mir ofte manchmal a Stückel Wurstschnitte gibt.«

»Such' Dir einen aus, Hannes,« sagte der Lumpenmann.

Der Knabe wühlte mit zitternden Fingern in den Schätzen. So mag den Märchenprinzen zu Mute gewesen sein, die nach dem Wunderring suchten.

Heinrich stand etwas abseits. Er hielt es wohl mit seiner Gymnasiastenwürde unvereinbar, sich noch für solche Dinge zu interessieren, aber er wandte doch kein Auge von dem Kasten. Schließlich trat er mit gewaltsam erzwungener Gleichgültigkeit näher.

»Was ist denn da eigentlich alles?« fragte er mit ungeheurem Gleichmut.

»Wenn Dir was gefällt, Heinrich, such' Dir nur aus,« sagte Berger freundlich.

Heinrich tat so, als ob er das durchaus nicht beabsichtige, aber schließlich prüfte er doch eine kleine Zündblattpistole und ließ sich durch einiges Zureden Bergers bewegen, sie nebst einer Schachtel Munition zu behalten. Auch einen silbernen Ordensstern nahm er noch an sich. Dann aber fühlte er das Bedürfnis, wieder ernsthafter aufzutreten.

»Wissen Sie, Mathias, wer die Lumpenmänner eigentlich in Schlesien eingeführt hat?«

»Nein,« sagte Mathias, »das weiß ich nicht.«