Schrägers Gesicht wurde feuerrot, und das Wasser stieg ihm in die Augen.

»Was für eine Bitte?« drängte Heinrich.

»Kaufen Sie mir – kaufen Sie mir meine Wirtschaft ab. Ich – laß' sie Ihnen für das halbe Geld.«

Die Tränen liefen dem Manne übers Gesicht, und man sah, wie er die Worte unter furchtbarem Schmerz und schwerer Überwindung hervorbrachte.

»Ihre Wirtschaft? Das will die Lotte?«

»Ja! Ich hab's ihr in die Hand versprochen. Und wenn ich's nich tue, seh' ich sie nich wieder.«

Heinrich war nicht gleich fähig, etwas zu sagen. Nach einer Weile erst fragte er:

»Warum will sie das?«

»Sie meint, weil Ihr – weil die Raschdorfs durch uns – ich will sagen durch unseren armen Gustav geschädigt worden sind.«

»Ja so! Und vielleicht auch, weil sie mich ohne Abschied im Stich läßt. Da soll ich eine Wirtschaft zu halbem Preis kriegen. Eine Abfindung soll ich bekommen.«