Er lachte bitter. Sie ging nicht nur ohne Abschied von ihm, sie schied mit einer Beleidigung.

»Herr Schräger, ich mag Ihre Wirtschaft nicht, ja, Sie können erleichtert aufatmen! Ich mag sie nicht umsonst! Sie ist auch umsonst noch zu teuer. Wenn die Lotte das Gewissen drückte, dann hätte sie wissen müssen, daß es einen einzigen Schadenersatz für mich gab, und das war sie selbst. Mit einer Wirtschaft ist mir nicht gedient. Im Gegenteil! Wenn Sie den Buchenhof haben wollen, spottbillig haben wollen, können Sie ihn heute oder morgen haben. Heute oder morgen, je eher, je lieber!«

Ein ganz leises, verirrtes Leuchten blitzte durch die Äuglein des alten Wirts; es erlosch gleich wieder.

»Den Buchenhof? Billig? – Was nützt's! Es is zu spät! Es geht nich mehr!«

»Und hat Ihnen die Lotte nicht gesagt, wann sie Ihnen Nachricht geben will?«

»Ja! Zeitigstens in einem Jahre! Ich hab' ihr tausend Mark mitgeben müssen. So lange das reicht, schreibt sie nich.«

»So leben Sie wohl, Herr Schräger! Lassen Sie sich's gut gehen!«

»Bleiben Sie noch ein bißchen, ein kleines bißchen.«

»Nein! Ich hab' keine Zeit. Ich habe schon zu viel Zeit hier zugebracht. Leben Sie wohl!«

Die Treppe ging er hinab. Er hielt sich fest an das Geländer und schwankte doch und trat schwer auf.