Unten aus dem Hausflur klang Schritteschlürfen und gedämpftes Sprechen. Sie legten den Toten in den Sarg.
Heinrich wandte sich nicht um, und als die Stenzeln kam und ihn in der Haustür am Ärmel faßte, schüttelte er sie ab.
Drüben in seiner Wohnstube sah er sich um.
Da war er! Da kam er wieder! Er kam von drüben, kam wieder nach Hause.
Sein Lachen schallte unheimlich auf.
»Ist das schön! Ist das schön zu Hause!«
Langsam setzte er sich hinter den Tisch und lehnte den heißen Kopf gegen die kühle Mauer. Die Augen starrten ausdruckslos nach der Decke; der Mund war ein wenig geöffnet. Wie schwere Betäubung lag's auf seiner Stirn. Eine graue Spinne kroch aus einem Winkel, blieb an der Decke gerade über ihm stehen und starrte ihn mit ihren unbeweglichen Augen unheimlich an.
Lange saß er so am Tisch, ohne sich zu rühren. Dann ging er schwer durch die Stube, zog Lottes Brief aus der Tasche, öffnete den Ofen und warf den Brief hinein.
»Da, du verfluchter Wisch! Da brennst du, brennst wie Schwefel! Oho, da steht das Wort »Liebe«! Siehst du, wie schön eine Lüge brennt? O ja! Und jetzt ist's gut, jetzt ist's aus!«