»Ja, sie is fort! Weil ihr Bruder angezünd't hat, denkt sie, sie darf nich als Frau uff a Buchenhof kommen. Sie hat zuviel Ehrgefühl.«

Dem Schaffer fiel eine Pantine auf den Fußboden.

»Pst – Mensch! Halt' doch Deine Latschen feste! A muß schlafen!«

»A is wull – a is wull – ganz disperate um a Kopp?«

»Ja, aber geh' lieber raus! Ich erzähl' Dir's heute abend.«

Der Riese bückte sich gehorsam nach seinem verlorenen Pantoffel und schlich aus der Stube.


Der Abend kam. Mathias saß noch immer im Lehnstuhl und sah nach dem Schlafenden, manchmal sehr sorgenvoll, aber dann auch wieder mit all seiner zärtlichen Liebe. Es war doch sein guter, lieber Heinrich! Er hatte ihn schwer vermißt die wenigen Wochen und nur immer keinen Mut gefunden, wieder zu ihm zu gehen. Jetzt kann er ihn ohne allen Groll anschauen. Die Liese ist im Frieden. Die einzige von allen, die im Frieden ist! Die anderen alle sind zerstreut in der Fremde.

Nun war es schon ganz finster, und Heinrich schlief noch immer. Draußen pfiff der Wind durch die Äste der Bäume.