Sie verstanden sich. Ein freundliches, liebes Haus hat bunte Zauberfenster. Ewig malt sich durch sie die Welt draußen goldig und schön, ob der Regen rinnt oder die Sonne lacht; im Herbst und Winter sieht das Auge nichts Trübes durch seine magischen Scheiben.

Er zog sie an der Hand heraus in den Hof. Das Wohnhaus hatte einen neuen Anstrich bekommen, und über der Tür war eine Tafel in die Wand eingelassen worden, die noch auf eine Inschrift harrte.

Heinrich wies auf die Tafel und sagte:

»Weißt Du, was ich da eingraben lasse?«

Sie sah ihn fragend an, und er schaute ihr ernst, aber mit tiefer Liebe in die schönen Augen und sagte langsam und mit jener leisen Feierlichkeit, mit der man eine schwer gewonnene Lebensweisheit ausspricht:

»Heimat ist Friede!«


Der Künstler soll seine Kunst rein halten wie der Geistliche seine Kirche, der Lehrer seine Schule, sonst begeht auch er »ein Verbrechen im Amt«.