»Nich a eenzigesmal sieht a sich um,« sagte die Glasen. »A schamt sich halt zu sehr!«
»Da soll sich eener och nich –«
»Ruhe im Zuhörerraum!«
Der Gastwirt Julius Schräger wurde aufgerufen. Mit glühend rotem Gesicht trat er vor den grünen Tisch. Nicht einen Blick sandte er nach dem Angeklagten, der seinen Nachbar mit verängstigten Augen betrachtete.
»Ich mache Sie auf die Heiligkeit und Wichtigkeit des Eides aufmerksam! Sprechen Sie mir nach!«
»Ich schwöre, daß ich die reine Wahrheit sagen, nichts verschweigen und nichts hinzusetzen werde! So wahr mir Gott helfe!«
Die Personalien des Zeugen wurden festgestellt, und dann wurde Schräger aufgefordert, alles zu sagen, was er etwa über die Entstehung des Brandes wisse.
In unbeholfener Rede begann er. Er erzählte, daß Raschdorf am Nachmittag des Brandtages bei ihm gewesen sei, daß sie zuerst über die mißliche Vermögenslage des Angeklagten gesprochen hätten; dann sei der Riedel-Bauer gekommen und hätte von einem Feuer in der Nachbarschaft erzählt. Und da hätte der Raschdorf gesagt, so schlimm sei das Abbrennen gar nicht, weil doch die Versicherung zahle und weil alle Leute einem Abgebrannten helfen.
»Was haben Sie zu solchen Redensarten gesagt?«