Ein paar Leute brummten oder lachten leise.

»Mein Vater ist freigesprochen – er ist unschuldig – das Gericht hat's gesagt, und das müßt Ihr glauben!«

Niemand rührte sich. Heinrich schoß das Wasser in die Augen.

»Ist jemand, der das nicht glaubt, daß mein Vater unschuldig ist?« fragte er hilflos.

Kein Laut in der Stube.

»Aber er gehört doch zu Euch, Ihr müßt es doch glauben!« Das sagte er in bettelndem Tone.

Ein gegnerisches Gemurmel erhob sich. Kein freundlicher Zuruf erfolgte. Da brach Heinrich Raschdorf in bittere, zornige Tränen aus:

»Dann – dann – seid Ihr alle – alle miteinander Schufte!«

Und ehe noch die Männer sich schwerfällig und schimpfend erhoben, den Knaben zu strafen, war Heinrich Raschdorf verschwunden.