Berger reißt dem Verletzten Rock, Weste und Hemd auf und sieht das Blut strömen aus vielen winzigen Wunden. Da nimmt er ein reines Taschentuch und bindet es mit einer Schnur fest auf die Wunden.
Nun rafft er ihn auf und trägt ihn mit furchtbarer Anstrengung nach der Straße. Dort legt er ihn auf den Schnee und holt den kleinen Schlitten herbei. Dahinein bettet er den Verwundeten und fährt behutsam zurück nach dem Buchenhofe. Und der Hund geht gesenkten Hauptes nebenher, denn er fühlt, daß sein Herr weint, fühlt, daß das eine traurige Fahrt ohnegleichen ist.
Der stolze Buchenbauer fährt heim auf Lumpenmanns kleinem Schlitten, und nebenher geht der Tod, ein düsterer Wegegenoß, ein schauriger Kamerad, den der dumpfe Feuerton des Gewehrs zur Stelle rief. Jetzt noch schreitet er neben dem Buchenbauer über den weißen Schnee; aber bald wird er die Führung übernehmen und auf seinen Wegen wandeln mit dem anderen.
Unten im Dorfe singen ein paar Knechte:
»Nun ade, du mein lieb Heimatland,
Lieb Heimatland, ade;
Es geht jetzt fort zum fremden Strand,
Lieb Heimatland, ade!«
Mathias Berger horcht hinunter und sagt erschüttert zu sich selbst: »Es ist Ziehtag!« –
Am Nachmittag kam Raschdorf noch einmal auf Sekunden zu sich.