„Stecken Sie sich dieses Wertpapier in Ihre Jackentasche und verlieren Sie es nicht! Und nun werde ich Ihnen noch etwas sagen, Piesecke! Sie werden höchstwahrscheinlich nach acht Tagen bei uns ausreißen wollen. Sie sind gar nicht imstande, bei uns zu bleiben und das Gesundungsleben durchzuführen. Dazu fehlt Ihnen die Willenskraft. Und um nicht unnützerweise acht Tage lang meine Zeit mit Ihnen zu vergeuden, werden wir einen notariell aufgenommenen Kontrakt machen. Er wird kurz sein und lauten:
Falls ich nicht ein Jahr lang im Waltersburger Kurheim ‚Ferien vom Ich‘ aushalte oder mich den Anordnungen des dirigierenden Arztes nicht füge, zahle ich eine Million Mark Reugeld.“
„Was?“ schrie Max Piesecke. „Wenn ich so etwas tue und mein Bruder erfährt es, schlägt er mich tot!“
„Schön! Dann habe ich nicht mehr nötig, Sie zu kurieren.“
Piesecke sank in sich zusammen.
„Ich bin immer Erpressern in die Hände gefallen“, jammerte er.
„Morgen nachmittag 4½ Uhr wird der Notar hier sein“, entgegnete ich ruhig; „Sie werden dann entweder das von mir aufgesetzte Abkommen unterzeichnen oder Ihrer Wege gehen.“
„Ferien vom Ich!“ stöhnte Piesecke; „ich habe gar keinen Willen mehr.“
Am nächsten Tage, um 4,35 Uhr, unterschrieb vor dem Notar, meinem Vertrauten, Max Piesecke das von mir gewünschte Abkommen mit seinem hochfürstlichen Namen.
„Nun passen Sie mal auf, Piesecke“, sagte ich, „jetzt wird noch was aus Ihnen!“