„Ach Gott, nun sind Sie auch noch gegen mich. Und ich hatte meine ganze Hoffnung auf Sie gesetzt. Sie sollten ja Fräulein Hanne sagen, daß ich wirklich ein Prinz bin und daß sie ein Engagement an unserer Hofoper annehmen soll.“
„Was hätten denn Sie davon, wenn Fräulein Hanne in Ihrer Residenzstadt sänge und Sie inzwischen hier bei uns Dünger fahren müßten?“
„Ich hatte gehofft, Sie würden mich für ein paar Wintermonate beurlauben.“
„Daran denke ich nicht im Traume. Bis zum Mai bleiben Sie laut unserer Abmachung hier. Das entspricht auch ganz den Intentionen Ihres Herrn Bruders, des regierenden Fürsten.“
Piesecke saß gebrochen vor mir.
„Mit mir ist’s alle“, sagte er tonlos.
„Mit Ihnen war es alle, mein Lieber, als Sie zu uns kamen. Inzwischen haben Sie sich aber bei uns einen ganz netten Fonds neuer Lebenskraft gesammelt.“
Er schüttelte trostlos den Kopf.
„Wohl bin ich gesundheitlich vorwärts gekommen; aber das nützt mir alles nichts mehr – ich muß sterben. Es gibt Dinge, die ein Mensch nicht verwinden kann.“
Ich stand auf.