„Kein Wort! Der Kerl verschenkt mein Vermögen.“

Mir wurde doch etwas schwül. Oh, dieser Methusalem – dieser Regisseur!

Methusalem fuhr fort:

„Stefenson fragt nicht nach Ehre und Ruhm, nicht nach Beifall und Dank. Nur Liebe und Vertrauen will er. Auf diesem goldenen Untergrunde will er mit euch leben und schaffen für das Gedeihen seiner Gründung, für den Ruhm Waltersburgs, für das Heil der Menschheit. Nun wißt ihr vielleicht alle, daß unter den vielen Geplagten, die in der harten Schule des Lebens müde und krank geworden, hier in dieses schöne Tal kommen, um Ferien zu machen, einer daherhumpelte, von langer, langer Reise, auf der er Arbeit und Mühe in erträglichem Maße, Verkennung und Not in Überfülle, echtes Glück und wahre Freude aber wenig fand. Dieses Mannes Leben war lang, er war Methusalem. Hier in Waltersburg aber fand Methusalem Freude und Friede. Methu[pg 381]salem ist der Leiter dieses Festes, Methusalem ist aller Weltweisheit und Welterfahrung voll, darum soll auch die Stiftung, die Stefenson heute macht, nicht Stefenson-Stiftung, sondern Methusalem-Stiftung heißen.“

Das Volk staunte.

„Auch das noch!“ sagte Stefenson neben mir.

„Ja, es ist frech; außer den fünftausend Mark, die Methusalem neulich für Susannes Bild erhielt, hat er sicher nicht einen roten Heller. Und macht eine Methusalem-Stiftung von hunderttausend Mark!“

Da erhob sich Stefenson zur Rede. Tiefe Stille.

„Meine lieben Waltersburger, von allem, was Methusalem an meiner Statt hier gesagt hat, muß ich nur einem widersprechen, das betrifft die Stiftung.“

Bestürzung. Schweigen.