Ja, Malte wünschte das Schriftstück. Der Direktor lächelte.
Die Herren erhoben sich, ein paar Reden wurden noch getauscht. Der Direktor sandte noch einen sehnsüchtigen Blick nach den Flaschen, Malte lud nochmals ein, aber Usadel lehnte ab. Dieser Mensch schien keiner Nahrung zu bedürfen.
Der Wagen fuhr vor, man stieg ein, und der Treßhof blieb zurück.
Auf dem Bahnhof erwartete das Gefolge die Ankommenden: die Berichterstatter schrieben eifrig auf einen Bogen irgendeine Mitteilung, die noch in der Nacht einer Zeitung zugehen sollte. Die beiden Schreibmädchen blickten aus ihren Pelzen neugierig auf Malte, der Kanzlist meldete, daß der Zug bereitstehe.
Sie hatten auf dem Weg nur wenige Worte gewechselt. Usadel hielt die Angelegenheit für erledigt. Hinter seinen verdeckten Augen zuckten wahrscheinlich schon wieder neue Pläne, denen er nachsann. Malte suchte höflich eine Unterhaltung zu pflegen, aber auch der Direktor, der so geschwätzig gewesen war, verhielt sich schweigsam.
Usadel schob wieder einige Finger vor und faßte dann an den Rand seines Hutes. Wozu noch viele Worte, da der Zweck erreicht war!
»Nun?« fragte er seinen Begleiter, als er sich in das Polster des Wagens fallen ließ.
Der machte eine Gebärde des Zweifels. »Der Mann wurzelt in alten Anschauungen«, sagte er.
»Taugt also nicht für uns.«
»Wenn er sich nicht mausert, nein, Herr Usadel. In Deutschland jedoch gibt es viele von der Art; man muß mit ihnen rechnen, und dieser scheint mir versprechender als mancher andere — er ist ehrgeizig.«