Der Mensch, der ihm geraten, den vollen Betrag abzuheben, stieß bei seinem Eintritt seinen Pultnachbar an. »Nun, Sie haben nicht einmal bis morgen gewartet«, sagte er, als Mellin ihm nahe kam. »Ich wußte es ja.«
Mellin antwortete nicht. Was ging ihn der vorlaute Mensch an? Er trat zur Kasse, wo der Spitzgesichtige die Geldscheinbündel häufte. »Ich bitte um Auskunft«, sagte er. »Sie haben mir soeben Papiergeld ausbezahlt, für das man mir ein Tabakpaket anbot. Meine Einzahlungen bestanden in gutem, ehrlich verdientem Geld. Ich verlange das wieder, was ich gab: mein Geld.«
Die nackten Augen sahen ihn kalt an. »Zeigen Sie mir das Buch. So, hier steht die Einzahlung fünfundzwanzigtausend, Sie wollten zehntausend, wie? Haben Sie die erhalten oder nicht?«
»Aber mein Geld ist ein Haus wert, euer Geld ein paar Pfund Tabak.«
»Darüber hab' ich nicht zu befinden«, erklärte der Perückenträger.
»Sie sind hier noch nicht lange angestellt,« sagte Mellin, »der Vorgänger kannte mich. Wo ist er? Er soll mir bezeugen, daß ich richtiges Geld einzahlte!«
»Ist überflüssig. Die Zeiten der Einzahlung ersehen wir aus dem Buche. Halten Sie uns nicht auf. Es sind noch andre da, die abgefertigt werden sollen.«
Mellins Gesicht färbte eine Röte. »Behandelt man auf diese Art alte Bürger dieser Stadt?« rief er. »Ich weiche nicht vom Fleck, bis ich mein richtiges Geld erhalten habe.«
Der Kassierer hob die Schultern und wandte sich dem nächsten Wartenden zu.
»Bitte, ich bin noch nicht abgefertigt«, rief Mellin.