Malte berichtete. Über kurze Andeutungen, die Familie betreffend, war er in den eiligen Briefen, die nach Hamburg geflogen, nicht hinausgegangen. Gottlob, sie waren ja alle gesund.

»Klaus ist jetzt im Geschäft?«

Ja, darüber war mancherlei zu sagen. Malte erzählte.

Klaus war gekommen und hatte gesagt: Hier bin ich, gib mir zu tun. Malte hatte ihn aufmerksam betrachtet. Er trug sich selbst auch gewählt, doch nicht in der Weise, daß er die Sonderung betonte. Hier aber: Lackschuhe, Gamaschen, das feinste Tuch und über allem der Duft teurer Blumenseife. Klaus hatte sich draußen tapfer gezeigt, war wochenlang im Sud versumpfter Gräben gelegen. Weibisch-Verderbtes lag seinem mannhaften Wesen fern. War dies das Dürsten nach Kultur, das sich übersteigerte? Viele konnten sich jetzt im Ausleben nicht genug tun und verloren das Maß.

»Du willst also arbeiten?«

»Gewiß will ich das.«

»So komm! Ich werde dir das Gefüge des Betriebs erklären.«

Klaus hatte gut achtgegeben, vernünftige Fragen getan, sich aufnahmefähig erwiesen.

»Dein Platz ist hier, gegenüber von Herrn Häberle. — Herr Häberle, Sie leiten freundlichst Herrn Hauptmann an!«

Eine Stunde später war Klaus bei ihm eingetreten. »Hör' mal, Malte, einen andern Platz mußt du mir anweisen.«