»Blendet die Sonne oder zieht es dort?«
»Nein, aber unter den jungen ungedienten Leuten kann ich nicht sitzen. Und dann: Häberle gibt mir ja richtige Schulaufgaben. Auszüge aus dem Kurszettel. Ich dachte doch, ich gehöre ins Chefzimmer.«
»Du bist ein Lernender. Hier muß ich allein sein, und keiner kann dich so gut einführen wie Häberle. Sei zufrieden!« —
»Und er ist dort geblieben?« fragte Frauke. »Nun, mich wundert, daß er sich fügte. Ist es ihm ernstlich um Güldenfey zu tun?«
Malte bejahte. Klaus selbst hatte es angedeutet. Er konnte sein Heil versuchen. Malte war damit einverstanden.
»Baue darauf keinen Plan«, sagte sie. »Du wärst ein übler Menschenkenner, nähmst du an, Güldenfey finde sich dazu bereit.«
»Unser williges Kind, Frauke!«
Sie machte eine bedauernde Gebärde und erhob sich. »Du wirst noch hinabgehen wollen, ich habe die Jungfer für das Auspacken bestellt.«
War die heimliche Stunde schon verstrichen? Geschwätz von Geschäften und Familie? Mußte nicht noch etwas Besonderes kommen?
»Frauke!« sagte er und streckte beide Hände nach ihr aus. »Hätten wir uns heute nichts mehr zu sagen?«