Onkel Rolf strich mit dem Finger über sein Kinn. Malte sah Güldenfey an und wollte fortfahren. Da geschah es.

Jörg legte den Stift hart auf den Tisch und sagte: »Auf mich rechnet nicht!« Es war etwas in dem Ton, der alle aufsehen hieß.

Maltes Stirn verschattete sich. »Was heißt das, Jörg: Auf mich rechnet nicht?«

Doch bevor er antworten konnte, hatte Frauke die Zeichnung an sich gezogen. »Sieh, sieh!« sagte sie lächelnd. »Ich wußte gar nicht, daß du so geschickt zeichnest. Was stellt das denn dar?«

»Den Götzen der Welt, den Malte soeben als den kommenden König ausrief.«

Frauke begriff, sie lächelte geheimnisvoll. Die andern erhoben sich und betrachteten das seltsame Bild. Harro lobte es: »Ganz richtig, Jörg!«

Aber Malte fand die Unterbrechung unschicklich, und sein Knöchel pochte auf. »Erlaubt, wir sind nicht hier, um Bilder zu betrachten. Jörg, du schuldest mir noch eine Erklärung.«

Jörg strich sich mit der flachen Hand über das Haar. »Ich habe mein Studium bereits aufgegeben«, sagte er.

Malte sah ihn fest an: »Davon weiß ich nichts.«

»Ich wollte es dem Vater ersparen, Malte. Es ist ja auch gut, daß ihn mein Entschluß nicht mehr beunruhigt hat. Er ist unabänderlich.«