Willh. Steh auf! Ich danke dir mein Freund! Du hast mir das Leben geschenkt! Dein Glück ist gemacht. Du solt königlich belohnt werden. Du hast dem Teufel einen Streich gespielt! —— Aber scheeren sollst du mich nicht mehr. Ich liebe nicht politische Kannengiesser! (Zu den Räthen) Was denken Sie meine Herren von den kriegerischen Zeitläuften?

Ein Rath. Könnte nicht Friede ——

Willh. Verdammt seyd ihr und euer Steckenpferd der Friede! —— Ich sollte den gekrönten Jüngling vom Schlachtfeld mit Lorbeern ziehen lassen? —— Nein! Da steht noch eine alte trotzige Säule, die sie sich ihm entgegenstemmet. Junge, der morsche Podagrist soll dich zittern machen! —— Sie meine friedsamen Herren Räthe legen sich indeß in meine Flaumfedern, und pflegen Sie mit Beystand meines geschäftigen Leibarztes mein hartnäckiges Podagra; ich will indeß den Harnisch ergreifen, und König seyn! —— Wir wollen heut noch im Schlachtfelde tanzen! —— O daß ich dreyßig, nur zwanzig Jahre zurückrufen könnte, ich wollte dem jungen Adler die Flügel verschneiden! —— Fort Wünsche! So wie wir sind, müssen wir die Stirnen messen! ——

(Er eilt fort. Alle folgen.)

Elegie.
Salinia an Eduard.

Eilet ihr Blätter, ihr redenden Zeugen der zärtlichsten Thränen,

Bringt dem Geliebten den Gruß, und mein Lebewohl zu;

Denn mein trauriges Leben nähert sich hastig dem Tode,

Weil ich verlassen, verschmäht, und beleidiget bin.

Ach! Ich werde wie Träume vergessen! Wo sind die Beweise,