Edu. Hier hast du meinen Beutel!

Anfüh. Da ist noch ein hübscher Ring, eine Uhr, vermuthlich auch eine Dose. —— Ich bitte haben sie die Güte! —— Ich bin ein Mann von Lebensart, und übe nicht gern Gewalt ——

Edu. Kerl fort! Du bist ein Strassenräuber! Ich hielt dich für einen Wanderer.

(Er stellt sich zur Gegenwehr.)

Anfüh. Keine Gewalt! Ich bitte sehr, oder auf einen Wink erscheinen meine dienstbaren Geister, und lehren Sie, was es ist, rechtschaffene Männer zu beleidigen.

Edu. Kerl, ich lasse dich hängen! Ich bin Eduard, dein König!

Anfüh. Ach! Herr Bruder willkommen! Izt ändert sich freilich die ganze Sache. Die Hand her! Meinen warmen Brudergruß! Mir war gleich das Gesicht bekannt. — Es freut mich ungemein, näher mit dir in Freundschaft zu treten! — Hier ist dein Beutel wieder! Wir Helden haben ein geschenktes Handwerk.

(Er pfeift)

Brüder, bringt Erfrischungen, wir haben ein lieben Gast! Nähert Euch meine Freunde, hier führ ich Euch unsern Bruder und Kollega Eduard auf, den Gott noch lange erhalten wolle! Izt bin ich entwürdet, hier heißt es Cede Majori!

(Alle Räuber reichen dem Eduard die Hände)