Focht hier verzweifelt; das menschliche Mitleid verwarf er, und fällte
Freund und Feind, bis er entkräftet das blutige Schlachtfeld
Keuchend küßte. Da lag er mit ewigen Lorbeern gekrönet.
Scene im Schlachtfeld.
Eduard. Beliam, Isidor, Spilon, Rotando, Martius, Krieger von beiden Heeren.
(Es regnet. Der König erholet sich. Beliam erhebt sich von der Erde. Rotando gukt aus seiner grossen Perücke. Martius winselt, und verbindet sich den Kopf mit dem Schnupftuch. Andere Narren machen verschiedene Grimassen.)
Edu. Wo bin ich? Welcher kühlende Balsam erquicket mich! Ha! O du Thau des Himmels, du belebst mich wieder! —— Wie, auf dem Schlachtfelde! Welche Leichen sind rings um mich! —— Welch ein banges Gewinsel erschüttert meine Ohren! —— O Menschlichkeit, du weinest! —— Welche neue blutigen Opfer hab ich meinem Ehrgeize geschlachtet! —— Fort häßlicher Anblick! —— Ich enteile meiner Schande! —— Hier stinkt Menschenblut! —— Brüderblut.
(Er eilt fort, und gleitet über Beliam.)
Bel. Guten Morgen Meister! Wir armen Mordgesellen haben deine eiserne Ruthe gefühlt. Du hast uns wie Stiere geschlachtet, und der Himmel wässert uns izt zu Stockfischen. Sieh, wie es regnet!
Mart. O weh! Ich bin ein Märtyrer! Ich habe Löcher im Kopf; aber ich dulde alles mit Gelassenheit für den Glauben! —— O weh!