(Beliam hat eine grosse Feldtrommel, eilt mit Lärmen über den Hauptplatz der Burg. Das Volk sammelt sich in einen Kreis; er zieht ernsthaft eine Schrift aus dem Busen, und liest.)
Bel. Kund und zu wissen sey hiemit jedem, der es wissen soll, und Ohren hat, daß Seine Majestät unser allergnädigster Monarch Eduard der Grosse seinen Verstand verloren hat, wer solchen gefunden hat, wird gebeten, ihn in die Burg zu bringen. Der Finder soll königlich belohnt werden!
(Das Volk murmelt; viele lachen. Beliam schlägt seine Trommel und geht weiter.)
Isid. Narr, suchst du einen Schooßhund?
Bel. Da müßte ich Dich suchen! —— Ich suche den Verstand des Königs ——
Isid. Er hat ihn verloren ——
Bel. Er war der Einzige am ganzen Hofe, der noch einen Verstand verlieren konnte, denn die Uebrigen hatten keinen zu verlieren, oder haben ihn schon lang verloren. —— Glückliches Volk, das du einen so weisen König hast, der seinen Verstand verlieren konnte! —— An wenig Höfen wird getrommelt. Ich bin der Erste vielleicht auch der Letzte, der königlichen Verstand sucht!
(Er eilt fort, ihm folgt lachend das Volk.)
Ende der vierten Kaprizze.