Juppchen aß nur von den Kartoffeln und ließ das Fleisch stehen.

Mutter schalt. Aber Vater sagte: „Laß nur, Alte. Morgen schmeckts dem Bengel schon besser.“

Juppchen stand vom Tisch auf. Zum ersten Mal hatte er vergessen, das Dankgebet zu sprechen und den Alten die Hände zu küssen.

Es erinnerte ihn auch niemand daran.

Er setzte sich in die Laube und weinte still und stetig.

Am Nachmittag gingen sie aufs Feld und pflanzten Bohnen. Die Sonne stach heiß wie im August. Die Erde staubte weiß auf. Und die Bäume der Allee tanzten hin und her in der ersten Knospenfreude.

Vom Dorfplatz, wo ein paar Karusselle, Luftschaukeln und allerlei Krambuden standen, kam wüstes Geräusch: Drehorgelgekreisch und Blechmusik.

Juppchen horchte auf und flüsterte der Mutter etwas ins Ohr.

„Was will er?“ schnauzte der Vater.

„Juppchen möchte auf die Kirmes gehn!“