Séverin schrie auf: „Hierher Jean. Hier müssen wir durch.“
Jean hatte sich inzwischen ein Eisen herausgekratzt und kroch heran. Séverin hielt die Lampe in der einen Hand und hämmerte mit der anderen wild auf den Felsen.
Jean stieß mit dem Eisen schon wuchtig hinterdrein. Jeder Stoß würgte ihm das Gedärm in die Kehle. Sein nackter Oberkörper war klatschnaß und hautlos vor Schweiß.
Das Gebirge gab langsam nach und brach in kurzen Schollen herab. Dumpfes Dröhnen schauerte nach allen Seiten und fand keinen Ausweg. Die Adern der beiden Wühler bäumten sich gegen die Geräusche wie Stacheln auf, und Spannung brannte in den Muskeln mit rauchendem Eiter.
Sie hämmerten drei volle Stunden in einem Zuge. Und fielen beide zu gleicher Zeit erschöpft um.
Es war, als würden ihnen erst jetzt Augen, Ohren und alle Eingeweide allen Ernstes geöffnet für die Bodenlosigkeit dieses nachtschwarzen Elends!
Séverin flüsterte matt: „Jean . . . Jean . . . hör doch!“
„Was ist noch zu hören?“ ächzte der aus schmerzhaften Krümmungen herauf.
„Du Jean!“
„Zum Teufel noch, was soll ich!“