Dann stieg er die Treppe zum Büro pfeifend empor und klopfte stark an. Die Angeln der Tür kreischten wie die Riegel der Zelle, die er kaum verlassen hatte. Das machte ihn schon unsicher, als hätte er den frohen Umschwung des Blutes vergessen.
Der Direktor kam ihm barsch bis zur Schranke entgegen und hob die Stirn gekräuselt.
„Sie suchen Arbeit?“
„Soo . . . soo . . . ist es, Herr Direktor!“
„Arbeitsbuch! Papiere!“
Nervil Munta wickelte das gelbe Buch aus der Zeitung und reichte es dem Direktor zögernd hin. Geduckt, wie einer, der Prügel empfangen soll.
Der schlug das Buch auf. Las. Hob die Schultern. Las noch einmal und machte das Buch wieder zu, überlegen und kalt.
Sagte dann: „Die neuen Bestimmungen der Gesellschaft verbieten, Bestrafte anzunehmen. Zumal Leute, die dem Komitee angehört haben. Auf die Nichtorganisierten muß Rücksicht genommen werden. Sind die fleißigsten Arbeiter. Reibereien würden wieder entstehen. Streik und Schlägerei. Sehr bedauerlich, aber nicht zu ändern.“
Mit zwei Fingern reichte er dem zusammengesackten Menschen das Buch zurück und drehte ihm den Rücken zu.
Nervil Munta schlich sich stöhnend hinaus und kam erst wieder zu sich, als er auf dem Hof stand. Mitten in dem satten Gewirr von Arbeit, das von den Werken herübergewitterte.