Nervil Munta dachte an die Schlägerei und versprach sich, dem Jarse von dem ersten Verdienst eine Messe lesen zu lassen.

Der Aufseher begann zu hoffen und trieb es in der siebenten Nacht noch ärger mit Nervil Munta. Der Mörder mußte zu Ende gepeinigt werden. Und sein blutgieriger Wille hetzte sich hinauf in seinen letzten Mut.

Als Nervil Munta sich unter den letzten Flüchen des Hetzers schließlich aufbäumte und nach einem Eisenstück greifen wollte, glitt er auf der glatten Bühne plötzlich aus und geriet in das Radgezähn. Und ehe der Aufseher dazu kam, den Schwung der Transmission zu stoppen, war sein Schwager Jarse gerächt.

Der Anarchist

(1912)

I

Mitte März trat der neue Ingenieur Erwin Vallotti sein Amt an. Er hatte die drei Dynamo-Maschinen zu beaufsichtigen, die in Bordael dröhnten und ratterten, die Pumpanlagen und Paternosterwerke betrieben.

Der Direktor der Grubengesellschaft stellte ihm die drei Gehilfen vor. Zuerst den Techniker Vildrac, dann den Jean Paquet und zuletzt Henri Semella.

Der Techniker Vildrac war der einzige auf diesem Werk, der keiner Organisation angehörte. Er mied den Schnaps, ging jeden Sonntag zweimal in die Kirche und besaß fünf Kinder. Außerdem hatte er rote Haare, Sommersprossen in einem wulstigen Gesicht und ein unregelmäßiges Gebiß.

Von den beiden anderen Kerlen war Jean Paquet der intelligentere. Obwohl etwas Raubtierhaftes von ihm ausging (wenn man z. B. seine unverhältnismäßig langen Arme und den wüst bebuschten Schädel betrachtete) war sein Gesicht schmal und offen, und der Blick stand fast immer frei.