Und Nacht für Nacht kamen die gleichen Auftritte mit dem Aufseher, der ihn zwackte und peinigte wie eine Schindmähre. Seine Rachlust lebte ihm darum und davon. Nur die Geschicklichkeit „Jetzt“ zu sagen, war ihm noch nicht geworden.

Nervil Munta lebte in einem besinnungslosen Dämmer.

War steingewordene Antwort eines lebendigen Hetzers.

Seine Hände waren aufgerissen, und das Blut klebte den Holzgriff der Schaufel unentrinnbar ans Fleisch.

Stand nicht einer hinter ihm, der mit den Fäusten an seine Schläfen hämmerte, so, daß man die Knochen klingen hörte?

Dann wieder kam die Angst: Gib acht; die Räder donnern auseinander und zerschlagen deinen Schädel. Die Riemen zischen wie Schlangen und werden dich umringeln und die Brust zerquetschen. Gib acht! Gib acht!

Durch das Gedröhn der Walzen, durch Staub, Aufseherfluch und Schweißtropfen kam ihm diese Furcht.

Würde sie nie aufhören zu sein?

In der fünften Nacht sprang ein Koksstück aus der Mühle und zerfetzte sein Ohr. Das blutete und wurde eine einzige schwarzblaue Geschwulst.

„Siehst du,“ sagte der Aufseher, der ihm die Wunde verband, „siehst du, der Jarse hat dich gerufen. Nimm dich in acht, daß er dich nicht ganz holt!“