„Sagen Sie mal, Paquet, weshalb beschimpfen Sie gleich Ihren Genossen? Wissen Sie denn schon, daß er nicht mittut, wenn alle streiken?“
Jean Paquet verzog den Mund und spuckte aus: „Der und streiken? Tausend Knüppel jagen ihn nicht aus dem Maschinenhaus!“
„Sie sollten ihm mal ins Gewissen reden! Oder mit Geld herumkriegen. Vielleicht hat er Angst zu hungern.“
Jean Paquet richtete sich auf. Trotzig. Hob die Schultern. Und schrie gemein: „Sie wollen mich wohl aushorchen. Herr Ingenieur??“
Da faßte ihn der Ingenieur Erwin Vallotti bei der Schulter, um ihn in das gegenüberliegende Lokal zu zerren.
Paquet aber witterte Verrat. Bekam einen Wutanfall und riß sich los. Brüllte über die Straße hin: „Nun pack’ dich aber, du Spion! Pack’ dich! Sonst gibt’s noch eine Leiche heute Nacht!“
„Feigling!“ knurrte der Ingenieur Erwin Vallotti und ging mit starren Blicken in das fahle Frühlicht.
III
Am nächsten Morgen waren nur zehn Knappen von der ganzen Belegschaft gekommen, die sich zur Einfahrt meldeten. Man wies sie zurück und hing doppelte Schlösser vor die Tore. Die Heizer aber, junge Kerle aus dem Osten, standen vollzählig vor den Kesseln, und in der Maschinenhalle fehlte nur Jean Paquet.
Da ersuchte der Direktor, dem der Streik wirklich nicht naheging, den Ingenieur Erwin Vallotti, die verwaiste Maschine für die paar Tage, wo dieser Karneval tobte, selbst zu halten. Denn das Wasser müßte unter allen Umständen aus dem Schacht.