»Helene, höre mich an!«

Aber sie liess sich nicht unterbrechen.

»Ist das Experiment nach Wunsch ausgefallen? Hat sich das kleine Mädchen nach dem gnädigen Herrn gesehnt und um seinetwillen abgehärmt?«

Ich stand diesem übernatürlichen Scharfsinn starr gegenüber. Plötzlich blendete mich ein grelles Licht.

»Helene, sei aufrichtig,« bat ich, »dein eisiger Empfang drängt mir die Frage auf: hat mich ein Anderer aus deiner Neigung verdrängt?«

Sie sah mich nicht an, sondern blickte angelegentlich zum Fenster hinaus, vielleicht dauerte sie meine verstörte Miene; endlich wandte sie mir ein purpurrothes Gesicht zu.

»Du hast es errathen,« sagte sie, »ich liebe einen Anderen!«

Leichten Tones fuhr sie fort: »Zwei Jahre sind ja eine Ewigkeit; auch hätten die Menschenfresser Geschmack an dir finden können.«

Dabei blitzten ihre spitzen, weissen Zähne, als könne sie sich nichts Willkommeneres denken. Die Naturgeschichte hat Recht, unter den Raubthieren ist das Weibchen der grausamere Theil. Mauna Loa war, gegen mich gehalten, zahm wie ein Ofenfeuer, aber ich brachte leidlich die Miene überlegener Ironie zu Stande.

»Der Name des Glücklichen ist wohl noch ein Geheimniss?«