[H] ein Schüsselchen mit flüssigem Schweinefett mit einem, dünnen Holzsplitterchen, das als Docht angezündet wurde.

[I] die Gebetbücher, welche die Geschichte des Auszuges der Juden aus Mizraim enthalten.

[J] Jeder Jude muss am Freitag Abend, am Sonnabend und anderen Festtagen mit einem Becher Wein das Fest einweihen, das Gebet heißt Kidusch. Der Becher muss ein bestimmtes Maß enthalten und nennt sich Row-Koß.

[K] Sphirezählen: Es werden die Tage von Pesach bis Schewuaus gezählt. Die Zeit gilt als Trauerzeit zur Erinnerung an die Belagerung Jerusalems durch Titus. Eine Volkssage erzählt, dass in derselben Zeit an der Talmudhochschule jeden Tag ein hervorragender Schüler starb, weil eine Seuche in der Stadt herrschte.

[L] Eine lange, spitz zulaufende Pelzmütze.

[M] Ein viereckiges Stück Zeug, an dessen Enden die Zizes (Wollfäden) angebracht sind.

[N] Ein verächtliches Benennen, das so viel wie Gassenjungen für Mädchen bedeutet.

[O] M'susele, ein Amulett, das bei frommen Juden als Schutz wohl gegen böse Geister an jedem Türpfosten angebracht ist.

[P] Diese Frühandacht in der Synagoge nennt der Jude »Zu Gotts Name«.

[Q] Ein viereckiges, weisses Wolltuch mit dunkelblauen Streifen an den zwei Enden und an allen vier Ecken mit Zizis, den heiligen Fäden, versehen. Dieses Tuch legen sich die Juden beim Beten um die Schultern.